Es ist 5 Uhr.
Seit gestern nehme ich meine Routine des frühen Aufstehens wieder auf.
Nach meinem Debüt-Konzert vergangene Woche hatte es mich erwischt.
Ich zog mir eine Erkältung zu, verbrachte fast die ganze Woche auf der Couch oder im Bett.
Ich wollte nichts riskieren und meine Stimme schonen.
Der nächste Auftritt steht vor der Tür.
Körperlich bin ich wieder auf dem Weg.
Die Stimme kommt zurück.
Und seit vorgestern probe ich wieder intensiv.
Ich möchte kommenden Samstag etwas Besonderes setzen.
Manche Gäste kommen zum zweiten Mal.
Freunde. Familie.
Das heißt: Die Show hat ihnen gefallen.
Sie hat mir viel positives Gefühl, viel Mut gegeben.
Aber damit gebe ich mich nicht zufrieden.
Ich weiß, was in mir steckt.
Und es ist an der Zeit, es mit der Welt zu teilen.
Ich arbeite an elementaren Dingen.
Nicht an Technik.
Sondern an Bewusstsein.
Spüren.
Fühlen.
Zeigen.
Kein Ego.
Kein Darstellen.
Kein Spielen einer Rolle.
Sondern ausleben, wer ich bin –
um so anderen Menschen zu helfen, dasselbe zu tun.
Zu erkennen, was sie sind.
In diesen frühen Stunden habe ich Zeit.
Zeit zum Nachdenken.
Zeit, den Grundstein zu legen.
Zeit, das Leben zu führen, das ich immer führen wollte.
In Gottes Namen.
Amen.