Es ist still.
Die Welt schläft.
Und genau dort beginnt mein Weg.
Die frühen Stunden sind Gold.
Kein Lärm, keine Ablenkung, keine Erwartungen.
Nur ich.
Mein Atem.
Mein Traum.
Ich merke, wie sich etwas verändert.
Der Schlaf wird besser.
Der Körper kommt zur Ruhe.
Ich wache früher auf, ohne Druck, ohne Kampf.
Und ich stehe auf – nicht, weil ich muss,
sondern weil ich will.
In einem Jahr werde ich fünfzig.
Und doch fühle ich mich wie achtzehn.
Die Zeit ist geflogen,
aber nie war ich meinem Traum näher als jetzt.
Nie hat er sich so real angefühlt.
Früher habe ich mir Geschichten erzählt.
Kein Geld.
Keine Zeit.
Keine Unterstützung.
Kein Glück.
Tausend Gründe, warum es „nicht möglich“ war.
Tausend Ausreden, die ich selbst erfunden habe.
Heute ist es anders.
Heute tue ich es einfach.
Ich nehme mir die Zeit.
Ich handle.
Ich gehe los.
Und trotzdem –
so viel bleibt ein Mysterium.
Wir planen.
Wir träumen.
Wir arbeiten.
Und doch weiß niemand, wie und wann die Dinge ihren Platz finden.
Ich vertraue.
Ich lege mein Leben in Gottes Hände.
Er kennt meinen Weg.
Er kennt meinen Auftrag.
Er weiß, wann ich bereit bin
und wann ich lernen soll.
Allein die Tatsache, dass ich morgens so früh hier sitze,
schreibe,
reflektiere,
atme,
ist ein Wunder für sich.
Ich bin dankbar für die Vision.
Und für die Kraft, weiterzugehen.
Egal wie lange es dauert.
Egal wie dunkel die Nacht.
Denn wenn die Welt schläft,
beginnt für mich ein neuer Tag.
AMEN