Vom Aufstehen und Ankommen

Gestern war ich früh im Bett – heute früh aus ihm raus. Der Wecker klingelte um 4:57 Uhr, und für einen Moment hätte ich lieber liegen bleiben wollen. Der süße Schlaf hat seine Macht – und doch ist da dieses Gefühl, das stärker ist: die Dankbarkeit, den Tag bewusst zu beginnen.

Also bin ich aufgestanden und ins Fitnessstudio gefahren. Heute Abend hat mein Sohn ein Fußballspiel, und wir haben beschlossen, das gemeinsame Training einmal ausfallen zu lassen. Manchmal darf man auch Prioritäten setzen – die richtigen.

Gestern habe ich fast den ganzen Tag an meiner Homepage gearbeitet und am Feinschliff des neuen Programms. Leider blieb wenig Zeit für meine Familie. Das ist der ständige Spagat zwischen Arbeit und Leben, zwischen Leidenschaft und Verantwortung.

Aber ich glaube: Beides gehört zusammen.
Das Leben ist eine Reihe von bewussten Entscheidungen – nicht gegen etwas, sondern für etwas.

Wo Liebe regiert, da verliert man sich nicht, man gibt sich hin – für etwas, das größer ist als man selbst.

Heute ist Montag. Nach dem Training begleite ich meine Tochter in den Kindergarten, dann warten Calls, Termine, das Singen – und heute Abend das Fußballspiel meines Sohnes. Ich werde da sein – als Vater, als Sänger, als Mensch, dankbar für jeden dieser Momente.

Am Ende des Tages zählt nicht, wie viel wir geschafft haben, sondern wie sehr wir gelebt haben.

Amen.

Zwischen Dunkelheit und Morgengrauen – Warum ich um 5 Uhr schreibe

Ich bin heute um 5 : 25 Uhr aufgestanden – nicht früher als sonst, aber mit deutlich weniger Schlaf. Normalerweise gehe ich zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett, damit ich meine sechs Stunden Ruhe bekomme. Doch gestern war anders.

Nach dem Fußballspiel meines Sohnes und einem langen Arbeitstag habe ich mir am Nachmittag eine Siesta gegönnt – länger als geplant, aber sie gab mir neue Energie.
Diese Energie habe ich genutzt, um weiter an meinem Programm zu arbeiten.
Ich war im Flow, vertieft, fokussiert – und so wurde es spät.
Erst gegen ein Uhr bin ich schlafen gegangen.

Heute früh wäre ich am liebsten liegen geblieben. Doch es gibt so viel zu tun – und alles fühlt sich wichtiger an, als einfach weiterzuschlafen. Die frühen Morgenstunden sind für mich ein Raum der Klarheit. Keine E-Mails, keine Nachrichten, keine Stimmen – nur ich, ein Notizblock und ein Gedanke.

Ich schreibe, um mich zu sortieren. Um mich zu erinnern, wofür ich all das mache.
Manchmal lese ich, manchmal plane ich. Heute schreibe ich einfach – und halte fest, dass auch Müdigkeit Teil des Weges ist, wenn man etwas erschaffen will, das echt ist.

Später werde ich vielleicht etwas lesen – „Reporting & Storyflow“ – und wenn mein Sohn aufwacht, fahren wir gemeinsam auf den Fußballplatz. Danach will ich mit meiner Frau und meiner Tochter etwas unternehmen, vielleicht singen, vielleicht einfach nur dankbar sein.

Diese frühen Stunden erinnern mich daran, dass Träume nicht in der Nacht wachsen – sondern in der Stille, bevor der Tag beginnt.

Zwischen Schlaf und Erwachen – Meine Transformation

Gestern war ein Festtag: die Übernachtungsparty unseres ältesten Sohnes. Acht seiner Freunde waren da, dazu zwei befreundete Familien. Bis gegen halb zwölf war unser Haus voller Stimmen, Lachen und Bewegung.

Danach fielen die Kinder ins Bett – und ich saß noch eine Weile mit meiner Frau auf der Couch. Wir haben geredet, den Tag reflektiert und einfach die Stille genossen. Dieses Mal war es anders als sonst. Ich habe mich nicht zurückgezogen wie früher, sondern stand meiner Frau tatkräftig zur Seite. Ich habe mit angepackt, die Gäste umsorgt und gespürt, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein, sondern präsent.

Das ist Teil meiner Transformation: Ich wachse hinein in den Mann, der ich immer sein wollte. Jemand, der nicht nur zuschaut, sondern gestaltet. Jemand, der nicht passiv am Rand bleibt, sondern mit offenem Herzen dabei ist.

Heute Morgen, 4:23 Uhr. Draußen ist es noch dunkel, meine Frau und die Kinder schlafen. Ich sitze am Tisch und schreibe diese Zeilen. Ich hätte weiterschlafen können – sechs Stunden Schlaf wären es gewesen. Doch Schlaf verwandelt Träume nicht in Wirklichkeit. Nur das bewusste Erwachen kann das.

Seit über einem Jahr stehe ich früh auf. Fast täglich nehme ich mir diese stille Zeit für mich, für meine Gedanken, für meinen Traum. Ich habe den abendlichen Konsum, das ziellose Eintauchen in Social Media oder Fernsehen, ersetzt durch einen frischen Geist am Morgen.

Natürlich ist es manchmal schwer, besonders wenn die Müdigkeit drückt. Aber in dieser Dunkelheit, im stillen Beginn des Tages, finde ich meine größte Klarheit. Ich weiß, dass ich die Arbeit, die vor mir liegt, nicht nur für mich tue, sondern für meine Familie, für unsere Zukunft.

Und genau dafür bin ich dankbar. Ich danke Gott und dem Leben für die Erkenntnis, dass jeder Tag ein Geschenk ist. Ein neuer Schritt in meiner Verwandlung.

Wenn die Seele keinen Platz mehr hat

Gestern Abend ging mir ein Gedanke durch den Kopf, den ich heute teilen möchte:
Was, wenn wir nur unseren Körper weitergeben – aber keinen Raum mehr für unsere Seele lassen?

Ich erinnere mich an meine Kindheit. Da saß ich mit den Älteren, hörte ihnen zu, wenn sie Witze erzählten, sangen oder einfach Geschichten teilten. Es war eine Zeit des Lachens, der Nähe und des Austauschs. Eine Zeit, die Seele nährte.

Heute verbringe ich viel Zeit mit meinem Sohn – für seine Träume, für seine Entwicklung. Doch etwas fehlt: die Zeit des wirklichen Austauschs. Die Abende, an denen man einfach zusammensitzt, erzählt, zuhört, weitergibt.

Denn oft, wenn Zeit wäre, sind die Kinder im Fernseher, in Videospielen oder in Social Media verloren. Und wir Erwachsenen? Wir verlieren uns im Konsum – oder betäuben uns mit Alkohol und Süßigkeiten. Das ist vielleicht ein eigenes Thema. Aber die Frage bleibt:

👉 Was, wenn unsere Seele die gemeinsame Zeit des Erzählens und Zuhörens braucht, um weitergegeben zu werden?
👉 Was, wenn die Seele irgendwann verstummt, weil wir sie nicht mehr pflegen?

Ich habe mir fest vorgenommen: Ab jetzt werde ich mir jeden Abend – und sei es nur für fünf Minuten – Zeit nehmen. Für meine Familie. Für unsere Seele.