Die Stille vor dem Morgen

Heute bin ich um 4:10 Uhr aufgestanden.
Der Himmel war noch dunkel,
das Haus still,
nur mein Atem und der Gedanke:
Ich bin wach – und lebendig.

Gestern Abend habe ich um 17:30 Uhr
mein Handy beiseite gelegt.
Ich wollte einfach da sein.
Mit meiner Tochter kneten, tanzen,
und in ihrer Fantasie
nach Italien und Spanien reisen.

Kinder leben in einer Welt ohne Grenzen.
Sie erinnern mich daran,
wie frei Leben sein kann,
wenn man sich traut zu träumen.

Ich bin dankbar für diese Klarheit.
Für das Bewusstsein, das in solchen Momenten entsteht.

Später sah ich meinem Sohn beim Fußball zu.
Er war großartig – voller Energie, voller Freude.
Niemand außer mir sieht es im Moment,
doch ich sehe in ihm das Potenzial,
einmal etwas Großes zu werden.
Aber das Wichtigste ist:
Er ist glücklich.

Am Abend las ich noch ein paar Seiten
in einem guten Buch
und ging um 21:30 Uhr schlafen –
zufrieden, ruhig, klar.

Heute Morgen sitze ich hier,
am Wohnzimmertisch,
schreibe diese Zeilen,
trinke meinen Kaffee
und spüre:
Alles ist gut.

Ich bin auf meinem Weg.
Ein Schritt nach dem anderen.
Mit Liebe.
Mit Glaube.
Mit Dankbarkeit.

Zwischen Zweifel und Glaube

Noch sechs Wochen bis zum ersten Auftritt.
Ich frage mich:
Bin ich bereit?
Ist das wirklich das Richtige?
Was, wenn ich mich lächerlich mache?
Wenn ich die Texte vergesse?

Ich spüre, wie sich der alte Zweifel meldet.
Doch diesmal bleibe ich.
Ich erkenne ihn – und atme weiter.

Ich erinnere mich an das Kind in mir.
Das Kind, das einst auf der Bühne stand,
rot anlief, weil alle lachten,
und trotzdem weitermachte.

Heute bin ich Nicolas Lorenzo.
Ich gehe meinen Weg.
Komme, was wolle.

Ich schreibe meine Geschichte.
Ohne Maske. Ohne Rolle.
Vielleicht bin ich nicht der Stärkste,
nicht der Schlauste,
vielleicht ein Mensch mit tausend Fehlern –
aber ich bin echt.
Zu hundert Prozent Mensch.

Ich sage Ja zu mir.
Ich nehme mir das Recht, stolz zu sein –
trotz allem, was war.
Und ich nehme mir das Recht, das zu teilen.

Denn wenn ich auch nur einem Menschen
Hoffnung und Mut schenke,
an sich zu glauben
und sein Leben mit Vertrauen zu meistern,
dann hat sich alles schon gelohnt.

Amen.

Zwischen Pflicht und Leben

Es ist ein Spagat.
Du bist Vater, Ehemann, Bruder, Sohn, Freund.
Du hast Verpflichtungen – gegenüber anderen,
und manchmal vergisst du dabei,
dass du auch eine Verpflichtung dir selbst gegenüber hast.

Wenn wir aufhören, uns um uns selbst zu kümmern,
verlernen wir, was wir wirklich brauchen.
Und ob wir es wahrhaben wollen oder nicht –
wir haben auch eine Verantwortung
gegenüber unserem Innersten.

Wir sind Teil eines Systems,
arbeiten, funktionieren, geben.
Oft ist das Leben dann ein Jonglieren
zwischen all den Rollen, die wir tragen.
Etwas waghalsig, etwas lustlos,
manchmal gezwungen –
und nicht selten einfach automatisch.

Doch genau das ist die Gefahr.
Dass wir funktionieren,
aber vergessen zu leben.
Dass wir Zeit verstreichen lassen,
ohne sie wirklich zu spüren.

Wir laufen Gefahr,
uns von der Zeit bestimmen zu lassen –
statt selbst zu bestimmen,
was wir mit dieser Zeit tun.

Ein kleiner Unterschied in den Worten,
aber ein gewaltiger in der Bedeutung:
Bestimme ich mein Leben –
oder erlebe ich, was andere für mich bestimmen?


Gestern Abend habe ich um 18 Uhr mein Handy weggelegt.
Family Time.
Um 20 Uhr kam Max –
er wird in meinen Projekten die filmischen Geschichten gestalten
und schreibt Songtexte mit mir.
Wir haben schon mit fünfzehn gemeinsam geschrieben.
Der Kreis schließt sich.

Es ist 3:30 Uhr morgens.
Und ich sitze wieder hier –
arbeite an diesem Traum.

Zwischen Feuer und Fokus

Manchmal spüre ich, dass Soul Love Story etwas wirklich Großes werden kann.
Etwas, das Menschen berührt – und mich selbst verändert.
Aber Größe entsteht nicht im Sprung,
sondern im Gehen.
Schritt für Schritt.

Ich spüre diese gewaltigen Energieschübe, wenn ich an der Sache arbeite –
als würde das Leben mir zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Und doch fällt es mir schwer, loszulassen.
Ich denke selbst nachts weiter,
komme nicht zur Ruhe,
und mein Rhythmus gerät durcheinander.

Es gibt so viele Dinge, die getan werden müssen.
So vieles, das nach Aufmerksamkeit ruft.
Und manchmal ist genau das die größte Herausforderung:
im Chaos ruhig zu bleiben.

Ich weiß, noch ist nicht der Moment,
den Fokus nur auf diese eine Aufgabe zu legen.
Jetzt geht es darum, Verantwortung zu zeigen –
für Familie, Beruf und den Weg, der mich trägt.


Gestern Abend bin ich spät ins Bett,
habe noch Social Media gemacht,
obwohl ich weiß, dass das keine gute Vorbereitung für Ruhe ist.
Ich nehme mir vor, früher abzuschalten,
ein gutes Buch zu lesen,
und meinen Geist zu klären.

Denn wenn der Körper zur Ruhe kommt,
kommt auch der Kopf zur Klarheit.


Ich denke an die vergangenen Wochen –
an all die frühen Morgen,
an die Müdigkeit
und an das Gefühl von Fortschritt.

Dankbarkeit ist mein Kompass.
Vertrauen mein Motor.
Und alles, was jetzt geschieht,
geschieht für das, was kommen darf.

Das Warum.

Ich erinnere mich an diese eine Zeit.
Ich war 15. Neu in einer Klasse voller Jungs, die alle versuchten, cool zu wirken.
Ich wollte dazugehören. Also spielte ich mit – mit Sprüchen, mit Haltung, mit einer Maske.
Nach außen stark, innen unsicher.

Damals begann etwas, das viele Menschen kennen:
Der Versuch, sich Anerkennung zu verdienen, anstatt sie sich selbst zu geben.
Ich wollte gefallen. Gesehen werden.
Doch je mehr ich mich anstrengte, desto weiter entfernte ich mich von mir selbst.

Erst Jahre später verstand ich:
Es war nie die Anerkennung anderer, nach der ich suchte.
Es war mein eigenes Warum – der Wunsch, Bedeutung zu haben, Liebe zu geben und sie auch zuzulassen.

Heute weiß ich: Jeder Mensch trägt diese Sehnsucht in sich.
Wir alle wollen gesehen werden. Nicht für das, was wir leisten.
Sondern für das, was wir sind.

Und trotzdem – ich bin dankbar.
Denn zwischen all den Irrwegen sind Menschen geblieben, die mich echt kannten.
Sie erinnern mich daran, woher ich komme – und warum ich heute bin, wer ich bin.

Vom frühen Aufstehen und dem Warum im Leben

Heute Nacht zeigte die Uhr wieder 3:40 Uhr.
Es ist nicht so, dass ich weniger schlafe – ich schlafe bewusster.
Ich gehe früh ins Bett, lese ein gutes Buch, und wenn ich zur Ruhe komme, bin ich dankbar.

Doch in dieser Nacht war etwas anders.
Ich wurde wach, mitten in der Stille, und spürte, wie etwas in mir arbeitete.
Ich konnte nicht mehr schlafen – also stand ich auf, nahm meinen Stift, setzte mich an den Tisch und begann zu schreiben.

Diese frühen Stunden gehören mir.
Hier entsteht Klarheit.
Hier formt sich Richtung.
Ich bereite mich auf den kommenden Tag vor – nicht im Stress, sondern in Dankbarkeit und Frieden.

Die Tage vergehen wie im Flug, und doch sind sie so voller Leben.
Da entfaltet sich etwas in mir.
Alles, was ich aktuell tue, tue ich mit Überzeugung, Energie, Liebe und Leidenschaft.

Dieses frühe Aufstehen ist längst mehr als Routine geworden.
Es ist ein Bekenntnis zu meinem Traum – und zu meinem Lebensprojekt.
Ich verschiebe nichts mehr.
Ich stelle meinen Traum an die erste Stelle, noch vor all den Dingen, die mich ablenken oder müde machen.

Diese stillen Morgenstunden sind vielleicht das Wertvollste, was mir je geschenkt wurde.
Hier fühle ich Gottes Führung, hier finde ich Frieden – und mein echtes Warum.

Ich bin dankbar für alles, was sich entfaltet:
Für die Menschen, die mir begegnet sind.
Für meine Kinder, die mir die Augen geöffnet haben.
Und für dieses Leben, das mich lehrt, was Liebe wirklich bedeutet.

Danke, Gott, für Deine Gnade.
Amen.

Vom Keller auf die Bühne

Heute halte ich zum ersten Mal meinen eigenen Flyer in den Händen.
Er steht für all das, was ich in den letzten Monaten aufgebaut, überwunden und gelernt habe. Was als Traum begann – „vom Keller auf die Bühne“ – wird jetzt Realität.

Alles begann vor einem Jahr, als ich mich entschied, mein Leben zu verändern:
Ich begann früh aufzustehen, ins Gym zu gehen, mich körperlich und mental zu disziplinieren. Ich hörte auf mit Alkohol, mit Zucker, und begann, mein Leben Schritt für Schritt bewusst zu führen. Ich hörte Hörbücher, las Bücher, arbeitete an mir, an meinem Geist, an meiner Energie.

Tagsüber Sales Manager, abends Künstler – und beides mit voller Leidenschaft.
Ich wusste: Disziplin im Alltag ist das Fundament für Freiheit auf der Bühne.

Heute steht mein erstes eigenes Konzept:
Soul & Latin Classics – Dinner, Live Act & Party.
Ich habe das Design selbst entwickelt, das Konzept formuliert, den Flyer entworfen und gedruckt. Ich werde mit meinem Freund im Timbales sprechen, wir planen das Event, und alles, was jetzt folgt, ist der Beginn von etwas Großem.

Ich bin dankbar. Nicht, weil ich schon angekommen bin, sondern weil ich endlich losgegangen bin.

Ich tue das für mich.
Für meine Familie. Für meine Eltern, Für meine Frau, meine Kinder – damit sie stolz auf Ihren Vater sind.
Und für jeden, der daran erinnert werden muss,
dass es nie zu spät ist, seinen Traum zu leben.

Vom Keller auf die Bühne.
Vom Träumer zum Macher.
Mit Liebe. Mit Glauben. Mit Hoffnung.
Und mit einem Herzen, das endlich singt.

Nicolas Lorenzo – 2025

Wenn der Traum ruft

Ich bin um 1:30 Uhr wach geworden. Eigentlich nichts Besonderes. Ein kurzer Gang auf die Toilette, dann zurück ins Bett. Doch diesmal war es anders.

Ich fand keinen Schlaf mehr. Gedanken begannen zu kreisen – über meine Soul & Latin Christmas Show, über Ideen, Pläne, Wege. Wie ich das Ganze umsetzen könnte. Es war, als hätte mein Geist keine Lust auf Pause. Vielleicht liegt es am Alter, vielleicht ist es einfach der Rhythmus des Lebens. Aber ich spürte: Das hier ist kein Zufall. Ich lag da, hellwach. Bilder, Worte, Impulse tauchten auf. Nicht belastend – inspirierend. Wie ein Fluss, der sagt: „Beweg dich.“

Also stand ich auf. Gegen 3 Uhr. Ich putzte mir die Zähne, machte mir einen Kaffee. Mein tägliches Morgenritual – nur eben zwei Stunden früher. Diese Stunden gehören mir. Zeit zum Denken, Schreiben, Planen.
Zeit, um still zu werden und trotzdem in Bewegung zu sein. Der Morgen ist meine Zeit für Klarheit. Für Bewusstsein. Für meinen Traum.

Um 6 Uhr geht es ins Gym. Dann bringe ich die Kinder in die Schule und Kita. Danach beginnt der Tag: Arbeit, Anrufe, Mails, Musik, Probe.

Aber das hier – dieser Moment in der Nacht – war vielleicht der wichtigste des Tages. Denn manchmal klopft der Traum nicht laut.
Er flüstert. Und wenn du wach wirst, hör genau hin.

Wenn der Traum an deine Tür klopft – steh auf.
Amen.

Farbe im Grau

Ich wollte nur ein Bild für mein Weihnachtskonzept gestalten. Am Ende wurde daraus ein Symbol. Nicht, weil ich es geplant hatte, sondern weil das Leben manchmal selbst die Farben wählt, die wir brauchen.

Wenn ich auf das Cover meiner Homepage schaue, sehe ich kein gewöhnliches Bild – ich sehe ein Stück meines Lebens, meiner Haltung und meiner Botschaft.

Der graue, industrielle Hintergrund steht für die Welt, wie sie oft ist: funktional, laut, leistungsorientiert – aber oft leer an Gefühl. Eine Welt, in der viele Menschen funktionieren, aber kaum noch spüren.

Das Bild selbst ist durch Zufall – oder vielleicht durch Fügung – entstanden. Ich hatte mit verschiedenen Hintergründen für mein Weihnachtskonzept gearbeitet. Da war dieses eine Bild: ein Weihnachtsbaum, ein Symbol für Wärme, Licht und Liebe. Ich begann mit Farben zu experimentieren – erst mit Schwarz, dann mit Grau, dann mit Farbkombinationen. Mein eigenes Foto war in Schwarz-Weiß, und ich wollte mit dieser Dualität spielen – dem Zusammenspiel von Licht und Schatten, Farbe und Stille.

Am Ende blieb dieser lilafarbene Weihnachtsbaum. Ich legte mein Schwarz-Weiß-Foto darüber, und in diesem Moment wusste ich: Das ist es. Ich konnte gar nicht sagen, warum – ich fühlte es einfach.

Dass die Farbe Lila später so sehr die Bedeutung meiner Botschaft widerspiegelt – Hoffnung, Spiritualität, Vertrauen – war kein Plan, sondern Schicksal. Vielleicht sogar Gottes Fügung.

Heute sehe ich in diesem Bild genau das, was ich lebe: Mitten im Grau bringe ich Farbe. Mitten in der Dunkelheit leuchtet ein Licht. Und selbst das, was zufällig entsteht, trägt manchmal eine tiefere Wahrheit in sich, als wir denken.

Denn vielleicht ist nichts Zufall – vielleicht ist alles ein Teil der Geschichte, die wir erzählen sollen. 💜

Vom Keller auf die Bühne

Es war kein Wecker, der mich geweckt hat.
Ich bin um 3:47 Uhr erwacht – einfach so. Kein Zwang, kein Druck. Nur dieses innere Gefühl: „Jetzt ist Zeit.“

Ich stand auf, putzte mir die Zähne, machte mir einen Kaffee – und um 4 Uhr saß ich da, mit Stift und Papier.
Nicht, weil ich musste. Sondern, weil etwas in mir wollte.

Es geht nicht ums Wohlfühlen. Nicht darum, ob etwas richtig oder falsch ist.
Es geht um einen Traum, ein Ziel – um das Warum dahinter.

Ich hätte liegen bleiben können. Mein Körper sagte: „Schlaf weiter.“
Aber mein Herz antwortete: „Du hast genug geschlafen. Jetzt ist Zeit, zu leben.“

Heute geht es nicht ums Funktionieren.
Heute geht es darum, bewusst zu sein – mit mir, mit meinem Weg, mit meiner Vision.

Gestern, beim Proben, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl: „Du bist bereit.“
Vom Keller auf die Bühne – dieser Weg ist kein Traum mehr. Er ist Wirklichkeit in Bewegung.

Ich habe einen Plan. Einen Weg.
Und diesen Weg gehe ich – Schritt für Schritt, Wort für Wort, Ton für Ton.

Amen.