Konzerttag – zwischen Müdigkeit und innerem Ruf

Es ist 1:30 Uhr.
Nur zweieinhalb Stunden Schlaf.

Das widerspricht jeder Logik.

Mein Geist ist wach.
Aber mein Körper meldet sich.
Nicht laut.
Nicht dramatisch.
Einfach ehrlich.

Eigentlich hätte ich früher ins Bett gehen sollen.
Bewusster essen.
Besser auf mich achten.
Heute ist Konzerttag.
Und eigentlich bräuchte ich mehr Schlaf.

Mein Kopf sagt:
Das kann nicht gut sein.

Doch da ist noch etwas anderes.
Etwas, das sich nicht wegdiskutieren lässt.
Ein leiser Impuls.
Eine Quelle.
Ein inneres Feuer.

Es flüstert keine großen Worte.
Es sagt nicht „musst“ oder „solltest“.
Es sagt nur:
Mach weiter.
Schreib es auf.
Bleib dran.

Entgegen jeder Logik stehe ich auf.
Nehme ein Blatt Papier.
Und beginne zu schreiben.

Während die Gedanken fließen, wird mir etwas klar:
Der Kampf mit mir selbst kostet Energie.
Er bringt mich nicht weiter.
Nicht heute.
Nicht jetzt.

Also treffe ich eine Entscheidung.
Keine perfekte.
Aber eine ehrliche.

Wenn ich müde bin, lege ich mich wieder hin.
Ohne Schuld.
Ohne Drama.
Ohne innere Abrechnung.

Und gleichzeitig weiß ich:
Jetzt ist Promo.
Jetzt ist Bewegung.
Jetzt setze ich um, was in mir entstanden ist.

Heute ist Konzerttag.
Und auch diese Zeilen sind daraus geboren.
Aus einem inneren Dialog.
Aus einem Moment zwischen Zweifel und Vertrauen.

Zuerst war da nur eine Idee.
Dann kam die Handlung.
Und durch die Handlung wurde sie real.

Manchmal braucht es keine perfekte Nacht.
Keinen idealen Rhythmus.
Keinen makellosen Plan.

Manchmal reicht es, aufzustehen.
Nicht gegen sich.
Sondern für den eigenen Weg.

Warum ich morgens um drei aufstehe

Ich stand heute wieder um drei Uhr auf.
Ich brauche keinen Wecker mehr.
Meine innere Uhr funktioniert.

Gestern fragte mich ein Freund, warum ich das mache.
Ob es nicht besser wäre, meine Projekte am Nachmittag zu erledigen –
nach Arbeit, nach Pflichten, nach dem „normalen“ Tag.

Ich sagte nein.
Genau deshalb stehe ich jetzt so früh auf.

Am Morgen stelle ich mich an erste Stelle.
Mein Traum.
Mein Projekt.
Meine Aufgabe.

Jeden Morgen gebe ich meine höchste Energie dorthin,
wo mein Herz etwas aufbauen will.
Mein Geist ist frei – und alles fließt.

Das macht den Unterschied.

Wir verändern Dinge zuerst geistig
und dann materiell.
Deshalb wird die Zeit zeigen,
dass ich richtig liege.
So Gott will.

Er fragte weiter:
„Aber du brauchst doch Schlaf?“

Natürlich brauche ich Schlaf.
Wie jeder andere auch.
Ich gehe zwischen 20:00 und 21:00 Uhr ins Bett.
Manchmal mache ich eine Siesta.
Ich fühle mich gut.
Klar.
Präsent.

Was ich nicht mehr habe, ist TV.
Seit über einem Jahr.
Diese Stunden wurden wertvoll.
Zu wertvoll, um sie herzugeben.

Heute arbeite ich morgens an mir
und an meiner Aufgabe.

Der Morgen gehört niemandem –
außer mir.
Hier entstehen Wahrheit, Richtung, Frieden.
Hier wird entschieden, wer ich heute sein will –
als Vater, als Sohn, als Mensch.

Und wenn die Nacht langsam vergeht
und der Tag noch schweigt,
weiß ich:

Ich gehe meinen Weg.
Ich bin geführt.
Ich bin wach.

AMEN.

Wenn die Welt noch schläft

2:00 Uhr.
Ich hätte noch einmal schlafen können.
Vielleicht für eine Stunde, vielleicht für zwei.
Aber dann fehlt mir die Zeit, die ich für meinen Traum brauche.

Mein Traum entsteht in diesen frühen Stunden.
In der Zeit, in der andere träumen, baue ich an meinem eigenen Traum weiter.
Hier ist es still.
Hier bin ich allein.
Ich, mein Weg, mein Glaube.
Volle Konzentration auf das, was mir etwas bedeutet.

Gestern erzählte ich ein paar Eltern am Fußballplatz von meinen Routinen.
Sie waren irritiert.
Kein TV.
Kein Zucker.
Kein Brot.
Früh schlafen.
Um 3 Uhr aufstehen.

Ich glaube, sie konnten sich das nicht vorstellen.
Und vielleicht habe ich zu viel gesprochen.
Vielleicht war es zu viel EGO in meinem Ton.
Wenn ich begeistert bin, spreche ich ohne Punkt und Komma.
Daran erkennt man mich.
Und manchmal benehme ich mich dabei wie ein Elefant im Porzellanladen.

Unser Ego sucht Bestätigung.
Es möchte geliebt werden.
Es möchte wichtig sein.
Doch nichts davon spielt am Ende eine Rolle.
Weder Wahrheit noch Lüge.
Weder Tatsache noch Bedeutung.
Vielleicht ist nichts wirklich wichtig —
und doch ist jedes kleine Detail ein Teil von Vollkommenheit.

Ich gehe diesen Weg.
Und Gott weiß, warum.
Und wofür.

AMEN

Wenn jemand lacht

2:50 Uhr – Ich sitze an unserem hölzernen Esstisch und schreibe diese Zeilen.
Ob es normal ist?
Ich weiß es nicht.
Aber es ist mein Weg.

Gestern Morgen teilte ich ein Video.
Ein Video über meine Routine, meinen Mut, meinen Glauben.
Und ich war nicht sicher, ob es richtig war, es in meinem WhatsApp-Status zu zeigen.

Für manche ist es vielleicht Fremdscham.
Für andere eine Bestätigung: „Ich habe es doch gewusst, der ist verrückt.“
Für manche ist es amüsant.
Und einer findet es vielleicht gut.

Gerade solche Videos werden in meinen sozialen Medien gerne geliked.
Von meinen harten Freunden.
Und von Fremden.
Die anderen wollen sich vielleicht nicht dazu bekennen.

Mein Bruder ist ein Genie darin, sich über solche Videos lustig zu machen.
Er zieht sie ins Lächerliche.
Und ehrlich gesagt – er macht das nicht böswillig.
Ich bin sogar sein größter Fan.
Weil er es gut macht.
Verdammt gut.

Würde er damit rausgehen, könnten wir beide eine Karriere als Künstler machen.
Wer weiß – vielleicht muss ich nur als Erster laufen.

Gestern fragte ich ihn, ob er denn weiß, was es heißt, so früh aufzustehen.
Ob er den Weg gegangen ist, den ich gehe.
Ich glaube, es ist immer leicht, über etwas zu lachen, das man nicht kennt.

Aber was ist mit der Disziplin?
Mit dem Opfer, das man bringt, um der Mensch zu werden, der man schon immer sein wollte?

Ich teile das.
Weil die Welt sowas braucht.
Menschen, die ihren Weg gehen.
Die Fehler machen.
Die aufstehen.
Die Mut teilen.
Und Liebe predigen.

Am Ende geht es darum.

Wieder aufstehen – Schritt für Schritt

Es ist 5 Uhr.
Seit gestern nehme ich meine Routine des frühen Aufstehens wieder auf.

Nach meinem Debüt-Konzert vergangene Woche hatte es mich erwischt.
Ich zog mir eine Erkältung zu, verbrachte fast die ganze Woche auf der Couch oder im Bett.
Ich wollte nichts riskieren und meine Stimme schonen.
Der nächste Auftritt steht vor der Tür.

Körperlich bin ich wieder auf dem Weg.
Die Stimme kommt zurück.
Und seit vorgestern probe ich wieder intensiv.

Ich möchte kommenden Samstag etwas Besonderes setzen.
Manche Gäste kommen zum zweiten Mal.
Freunde. Familie.
Das heißt: Die Show hat ihnen gefallen.
Sie hat mir viel positives Gefühl, viel Mut gegeben.

Aber damit gebe ich mich nicht zufrieden.
Ich weiß, was in mir steckt.
Und es ist an der Zeit, es mit der Welt zu teilen.

Ich arbeite an elementaren Dingen.
Nicht an Technik.
Sondern an Bewusstsein.

Spüren.
Fühlen.
Zeigen.

Kein Ego.
Kein Darstellen.
Kein Spielen einer Rolle.
Sondern ausleben, wer ich bin –
um so anderen Menschen zu helfen, dasselbe zu tun.
Zu erkennen, was sie sind.

In diesen frühen Stunden habe ich Zeit.
Zeit zum Nachdenken.
Zeit, den Grundstein zu legen.
Zeit, das Leben zu führen, das ich immer führen wollte.

In Gottes Namen.
Amen.

Noch ein Tag

Ich sitze hier und schreibe.
Ein neuer Tag hat begonnen – und ich bin wach, klar, anwesend.

Morgen ist mein Debüt.
Und heute spüre ich alles.
Die Unruhe. Die Vorfreude.
Diese merkwürdige Mischung aus Müdigkeit und Wachheit, die nur entsteht, wenn etwas wirklich Wichtiges bevorsteht.

Ich versuche, meinen Tag zu ordnen.
Den Körper zu bewegen.
Den Geist zu beruhigen.
Mir selbst die besten Bedingungen zu schaffen, damit ich morgen Abend vollständig bei mir sein kann.

Doch als ich heute aufwachte, war zuerst die Angst da.
Für einen Moment dachte ich, etwas stimme nicht mit mir.
Diese alten Reflexe, die hochkommen, wenn man vor etwas Großem steht.
Mein Sohn war letzte Woche krank, meine Familie angeschlagen – und natürlich arbeitet das in einem weiter.

Aber die Frage ist nicht, warum solche Gedanken entstehen.
Die Frage ist: Wo will ich stehen?

Ich weiß, was mein Pol ist.
Ich weiß, wo ich hingehöre.
Und wenn dieser Weg der richtige ist – dann trägt er auch durch die Angst hindurch.

Vielleicht ist Angst manchmal nur der Schatten eines neuen Schritts.
Vielleicht ist sie nur die Reaktion unseres Körpers, wenn die Seele sagt:
„Es wird ernst. Und es wird wahr.“

Ich versuche nicht, die Angst wegzudrücken.
Ich sage:
„Wenn sie kommen soll, dann soll sie kommen.“

Denn wenn etwas wirklich von Gott gewollt ist,
wenn etwas deine Aufgabe ist,
dann wird dich nichts davon abhalten.

Auch nicht die Angst.
Auch nicht die Müdigkeit.
Auch nicht dieses leise Zittern, bevor man durch eine Tür geht, die man sein Leben lang gesucht hat.

Morgen ist mein Debüt.
Mein erster Schritt auf eine echte Bühne.
Ein Moment, von dem ich weiß:
Er wird etwas in mir verändern.

Und egal, wie es läuft –
ich gehe diesen Weg weiter.
Weil er die Wahrheit ist.
Und die Wahrheit bleibt.

Zwei Tage vor meinem Debüt

Nur noch zwei Tage bis zu meinem Debüt.
Ich habe Angst.
Und ja – sie werden alle da sein.
Und ich?

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich wirklich auf etwas vorbereitet,
das mir persönlich wichtig ist.
Zum ersten Mal stehe ich im Rampenlicht.
Zum ersten Mal betrete ich eine echte Bühne.
Zum ersten Mal bin ich selbst gefragt.

Es ist tatsächlich das erste Mal,
dass es um etwas geht,
das mich im Innersten berührt.

Ich kann noch nicht alle Texte.
Aber ich habe eine Gabe:
Ich bin ein Improvisationstalent.
Ich bin oft unvorbereitet in Situationen gegangen,
für die ich – oberflächlich betrachtet – nicht bereit war.
Und trotzdem bin ich manchmal als Sieger herausgekommen.

Warum?

Ganz einfach:
weil es menschlich ist.

Jeder sehnt sich nach Menschlichkeit.
Und wir finden sie,
wenn wir unsere Masken fallen lassen
und zu dem stehen,
was wir wirklich sind –
mit unseren Stärken
und unseren Schwächen.

Es ist okay zu zittern.
Es ist nichts Verwerfliches daran, rot zu werden.
Auch Angst zu haben ist in Ordnung.
Das sind menschliche Reaktionen.

Doch wir müssen lernen,
zu uns zu stehen.
Zu akzeptieren, wer wir sind
und was wir mitbringen.

Wenn wir die Angst zulassen
und die Scham nehmen,
dann merken wir oft,
dass sie gar nicht nötig waren.
Und plötzlich handeln wir frei.
Echt.
Und aus Liebe.

Amen.

Wie ich meine Stimme fand – und warum sie eine Stimme für die Liebe wurde

Manchmal beginnt eine Reise leise.
Nicht mit einem Plan.
Sondern mit einer Erinnerung.
Und mit einer Sehnsucht, die man lange nicht aussprechen konnte.

Ich wusste, dass ich singen will.
Das spürte ich tief.
Aber ich wusste nicht sofort, wie dieser Weg aussehen sollte.
Es gab keine Strategie, kein Konzept, keine fertige Richtung.

Nur ein Impuls:
Sing das, was du schon kannst.
Sing das, was dir am meisten bedeutet.
Sing das, was du fühlst.

Und das waren Lovesongs.

Ich stellte sie untereinander auf.
Eine Liste.
Einfach, ehrlich, ungeschönt.
Songs, die mich seit meiner Jugend begleiten.
Songs, die mich erinnert haben.
Songs, die mich geheilt haben.

Ich übte sie im Auto.
Auf meinen langen Fahrten zwischen Terminen.
Manchmal im Dunkeln.
Manchmal in der Morgendämmerung.
Und irgendwann merkte ich es:
Diese Playlist war nicht einfach eine Sammlung von Songs.

Sie war meine Geschichte.

Eine Soul Love Story.
Eine Reise durch Erinnerungen.
Durch Verluste, die wehgetan haben.
Und durch Begegnungen, die alles verändert haben.

Ich musste damals die Liebe verlieren,
um mich selbst zu finden.
Um zu verstehen, wer ich bin.
Und um die wahre Liebe zu erkennen, als sie endlich vor mir stand.

In diesen Songs lag alles, was ich erlebt hatte.
Jede Entscheidung.
Jeder Umweg.
Jeder Neubeginn.

Und so wurde mir klar:
Meine Stimme hat eine Aufgabe.
Sie soll erinnern.
Sie soll heilen.
Sie soll verbinden.

Meine Stimme ist eine Stimme für die Liebe.

Sie erzählt nicht von Perfektion.
Sondern von Wahrheit.
Von Verletzlichkeit.
Von Mut.
Und von dem Moment, in dem das Leben leise sagt:
„Jetzt. Du bist bereit.“

So wurde aus einer einfachen Playlist ein Weg.
Aus einem Traum eine Entscheidung.
Und aus einer Stimme eine Botschaft.

The Voice of Love
– nicht als Konzept.
– nicht als Marke.
– sondern als Wahrheit.

Eine Wahrheit, die ich singe.
Jeden Tag.
Mit allem, was ich bin.

Der Tag, an dem Liebe ein Gesicht bekam

Heute ist ein besonderer Tag.
Vor vier Jahren hat das Leben uns ein neues Leben geschenkt:
unsere Tochter.

Gott segne sie.
Möge Er ihr Liebe, Glück, Freude
und ein erfülltes Leben schenken.

Wenn ich an diesen Tag zurückdenke,
spüre ich, wie sehr ein Kind
ein ganzes Leben verändern kann.
Nicht nur für mich,
sondern auch für meinen Sohn.

Er war damals acht.
Heute ist er zwölf.
Und er ist so glücklich,
eine kleine Schwester zu haben.

Geschwisterliebe ist etwas Besonderes.
Ein Band, das in Herzen entsteht,
das wächst, ohne Worte,
und jeden Tag stärker wird.

Doch heute denke ich nicht nur an meine Kinder.
Ich denke auch an die Frau,
die all das möglich gemacht hat.

Als sie in mein Leben trat,
war vieles ungewiss.
Ich hatte nichts.
Nur eine leere Wohnung
und ein Herz, das viel hinter sich hatte
und wenig Vertrauen kannte.

Und trotzdem blieb sie.
Sie nahm sich meiner an,
als es keinen Grund gab, zu bleiben.
Sie schenkte mir Liebe.
Sie schenkte mir Vertrauen.
Und sie gab mir den Grund,
warum ich heute überhaupt kämpfe.

Ohne sie wäre mein Leben leer geblieben.
Erst durch sie habe ich verstanden,
dass es sich lohnt, zu kämpfen.
Zu wachsen.
Ein Leben aufzubauen,
das Sinn trägt
und Verantwortung.

Sie hat mein Leben geöffnet.
Sie hat es mit Liebe gefüllt.
Und sie hat mir gezeigt,
dass Gott manchmal Menschen schickt,
die uns retten,
ohne dass man es sofort erkennt.

Danke, lieber Gott,
für meine Familie
und für dieses Leben,
das Du uns geschenkt hast.
Amen.

Begegnungen, Zeichen und die letzten Schritte

Dienstag, 4:30 Uhr.
Nur noch wenige Tage bis zu meinem Konzert.
Es brodelt in mir.
Ich lese Zeichen.
Ich wachse – und ich stehe zu dem Menschen, der ich bin.

Mein Gewicht ist jetzt unter 80 Kilo.
Noch zwei Kilo bis zum Konzert.
Gesundes Abnehmen, bewusst essen, verzichten.
Vor einem Jahr startete ich mit 93,5 Kilo.

Doch es geht nicht um Gewicht.
Es geht um Transformation.
Um die Verwandlung in meine beste Version.

Körper und Geist gehören zusammen.
Echte Veränderung entsteht nur, wenn beides wächst.
Der Körper ist für den Geist – und andersherum.

In diesen Tagen passieren kleine Wunder.
Ich lese Zeichen überall.
Mal ist es ein Lamborghini an der Tankstelle.
Mal ein Rolls Royce auf der Autobahn.
Mal eine Nachricht eines Freundes.
Und dann eine Begegnung mit den Betreibern einer renommierten Eventagentur auf der Autobahn.
Kurz darauf kommt die erste offizielle Buchung durch ein bekanntes Unternehmen.

Diese Begegnungen bestätigen meine letzten Schritte.
Sie zeigen mir, dass ich im Flow-State bin.
Ich folge meinem Weg.
Gott kennt den Weg – ich gehe ihn.

Manchmal zeigt dir ein Mensch, wer du wirklich bist.
Und auch, wen du anziehst.

Gestern habe ich die Zusammenarbeit mit einem Freund beendet.
Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn liebe und respektiere,
dass er ein Teil meiner Vergangenheit ist
und ein Mensch, den ich schätze –
aber dass eine Zusammenarbeit in dieser Form nicht mehr möglich ist,
weil wir unterschiedlich fühlen, denken und handeln.

Und er hat es verstanden.
Er hat gespürt, dass auch er zum Teil so fühlte.
Er hat reflektiert.
Wir bleiben Freunde, Unterstützer, Menschen, die sich gegenseitig tragen.
Aber manchmal müssen Dinge ausgesprochen werden –
auch wenn sie schmerzen,
auch wenn man Angst hat, dass die eigene Wahrheit den anderen verletzen könnte.

Doch der Schutz und die Wahrheit des eigenen Geistes
ist unumgänglich für Befreiung.
Für Wachstum.
Für das, was in uns steckt.

In der Arbeit ziehen wir in verschiedene Richtungen.
Deshalb haben wir die Zusammenarbeit beendet –
so sehr wir uns mögen, schätzen und die Werke des anderen respektieren.

Das ist echte Freundschaft.
Das sind die Aussprachen,
die unser Ich und unsere Seele brauchen.

Zu sich selbst zu stehen sollte so natürlich sein wie Atmen.
Doch es ist ein Wachstum, ein Turm, den ich bewusst bauen will.
Und genau mit diesem Turm der Wahrheit gehe ich weiter.