Es ist Sonntag, 26. Oktober.
Heute Nacht wird die Uhr zurückgestellt – eine Stunde mehr Schlaf, sagen sie.
Ich bin früher aufgestanden als sonst.
Vielleicht, weil meine Träume mich geweckt haben.
Ich war früh im Bett, kurz nach neun,
und wachte gegen drei auf – ruhig, klar.
Ich träume oft.
Mal schön, mal schwer.
Ich glaube, im ersten Schlaf erholt sich der Körper,
im zweiten der Geist.
So habe ich es gelesen,
und so fühlt es sich an.
Ich träume, um zu verarbeiten,
um Frieden zu finden.
Doch heute war es anders.
Heute wollten meine Träume erfüllt werden.
Jetzt ist die Zeit.
Die Welt schläft noch,
meine Frau, meine Kinder –
und ich sitze hier,
wach, dankbar,
mit Stift und Gedanken.
Ich hätte weiterschlafen können,
zwei, drei Stunden vielleicht.
Aber es gibt etwas, das stärker ist als Müdigkeit:
der Ruf des eigenen Weges.
Ich arbeite jeden Tag an meinem Traum.
Es ist längst mehr als ein Wunsch,
es ist ein Teilzeitjob geworden.
Unter der Woche schreibe ich bis fünf Uhr dreißig,
am Wochenende oft bis acht.
Reflexion, Social Media, Gesang –
all das ist Arbeit.
Arbeit, die mich erfüllt.
Und genau deshalb lohnt es sich aufzustehen.
Denn Träume werden wahr,
wenn man beginnt, sie täglich zu aktivieren.
So einfach ist das.
Der Weg bleibt spannend.