Es ist 2:32 Uhr.
Freitag.
Der Tag meines Konzerts.
Heute erzähle ich meine Soul Love Story.
Nicht groß.
Nicht laut.
Sondern bei einer kleinen, intimen Weihnachtsfeier.
Die erste offizielle Buchung.
Dafür fahre ich heute Abend extra nach Mannheim.
Ich spüre Respekt.
Nicht Angst.
Respekt.
Die Frage ist nicht, ob ich die Geschichte erzählen kann.
Sondern wie.
Trage ich die richtigen Worte in mir?
Bin ich im richtigen Flow?
Heute ist alles auf mich eingestellt.
Eigene Anlage.
Technik.
Songs.
Wenn ich ehrlich bin:
Sie sitzen noch nicht alle perfekt.
Aber sie sitzen besser als vor drei Wochen.
Besser als bei meinem Debüt.
Und plötzlich weiß ich:
Es ist gut.
Jetzt ist nichts Falsches mehr da.
Es hat bereits zweimal funktioniert.
Das Publikum hat es geliebt.
Wir haben es gefeiert.
Heute noch letzte Vorbereitungen.
Eine letzte Probe.
Eine Siesta.
Und dann geschieht etwas.
Eine Verwandlung.
Ich setze meine Sonnenbrille auf
und werde zum Showmaster.
Nicht, weil ich mich verstecke.
Sondern weil ich sichtbar werde.
Ich werde zu dem,
was ich tief im Herzen schon immer war.
Es ist eine Entscheidung.
Eine Entscheidung zu mir selbst.
Zu meinem Wesen.
Es geht nicht darum,
wie die Welt auf uns reagiert.
Es geht darum, echt zu sein.
Und aus dieser Echtheit
verändert sich die Welt von selbst.
Erwartungen sind nur Gewohnheiten.
Ungewohntes braucht Zeit,
bis es als Wahrheit erkannt wird.
Wir müssen nur dazu stehen.
Amen.