Der Weg ist das Ziel – über Ankommen, Liebe und den Mut, echt zu sein

Es ist kurz nach drei Uhr.
Nach einem intensiven Wochenende werde ich langsam wieder ruhig.
Der Hals ist noch etwas belegt.
Der Körper spürt die Spuren der Tage.
Doch mein Geist ist hellwach.

Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende.
Nach dem Konzert ist vor dem Konzert.
Und irgendwo dazwischen geschieht Leben.

Diesen Freitag steht mein dritter offizieller Auftritt an.
Und zugleich meine erste echte, offizielle Buchung.
A Soul Love Story – als Weihnachtsprogramm für eine Firma.
Vor zwei Monaten konnte ich gerade einmal drei Lieder sicher vor Publikum singen.
Heute sind es neun.
Noch nicht perfekt.
Vielleicht sieben wirklich fest.
Und ja – zwei oder drei wackeln noch.

Aber genau das ist der Weg.

Wie heißt es so schön:
Der Weg ist das Ziel.
Und es geht – wie ich bereits vor meinem allerersten Auftritt gespürt habe –
nicht um Perfektion.
Sondern darum, ganz da zu sein.

Es geht nicht darum, wie ich etwas mache.
Sondern warum.
Was ich dabei empfinde.
Und was ich bewirken möchte.

Wenn etwas aus Liebe entsteht,
aus Liebe zu mir selbst
und aus Liebe zu meinen Mitmenschen,
dann ist es immer richtig.

Bei meinem letzten Konzert hatte ich das Gefühl,
dass nicht ich es war, der gesungen hat.
Sondern dass eine höhere Kraft mich getragen hat.
Mein Körper folgte.
Meine Stimme floss.
Und ich liebte, was dabei entstand.

Auch das Publikum spürte es.
Diese Verbindung.
Diese Stille zwischen den Tönen.
Dieses gemeinsame Ankommen.

Vielleicht ist genau das gemeint,
wenn man von göttlicher Führung spricht.

Amen.

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